Anwendungsbeispiele

Wir haben schon gesagt, dass uns die Alexander-Technik begeistert. Sie ist konkret, wirksam und vielseitig. Im Folgenden beschreiben wir dazu einzelne Beispiele aus dem Alltag – wie wir sie selbst erfahren oder auch bei unseren Schülern erlebt haben:
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von Dagmar ThürnagelDagmar Thürnagel

„Wir schreiben eine Ex!“

Prüfung! Präzise beschrieb eine 13-jährige Gymnasial-Schülerin die durch Adrenalin hervorgerufenen Stress-Symptome: Schweißausbruch, beschleunigter Herzschlag, Anhalten des Atems, Denkblockade… Würde es wohl helfen, den Körper in dieser automatischen Reaktion zu beobachten und dann mit sich selbst „freundlich zu sprechen“: den Hals frei lassen, an die Wirbelsäule denken und das eigene Körpergewicht sinnvoll für eine gute Aufrichtung einsetzen?

Ja! Sie berichtete in der nächsten Alexander-Lektion gleichermaßen begeistert wie pragmatisch: „Ich habe das alles gedacht und mich dann einfach dran gemacht, die Aufgaben zu lösen. Viel ruhiger und mit dem Gefühl, dass ich wiedergeben kann, was ich weiß und gelernt habe.“

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von Andrea Julia RoháčAndrea Julia Roháč

Schauspiel

„Das Werkzeug des Schauspielers ist er selbst. Im besten Fall arrangiert die Vorstellungskraft des Schauspielers ein harmonisches Zusammenspiel von Handlung, Bewegung und Emotion für die Darstellung des Charakters. Was aber wenn dieses Werkzeug nicht so funktioniert wie er möchte?

Die Alexander-Technik bietet hier wirksame Lösungen an. Sie ermöglicht dieses wünschenswerte Zusammenspiel von ganz alleine. Viele Schauspieler weltweit profitieren von der Wirksamkeit der A.T. für ihre Arbeit.

Für mich als Schauspielerin ist es meistens der Wunsch, dass ich konzentriert und wach bin, im Moment bin, ohne mich anstrengen zu müssen und so frei wie möglich vor Publikum oder vor der Kamera agieren kann. Die Alexander-Technik hilft mir bei diesem Wunsch und unterstützt mich bei wichtigen Faktoren für meine Darstellung, Präsenz, Durchlässigkeit und den Mut etwas zu riskieren.“

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von Jana DobrickJana Dobrick

Musik

„Als Musikerin hilft mir die Alexander-Technik ganz erstaunlich, sparsam und effektiv zu üben! Ich bin aufmerksamer für die Entstehung ungünstiger Verkrampfungen und kann sie bewusst weglassen. Ich entdecke neue Wege und Spielbewegungen, sinnvollere Fingersätze, oft überraschende Lösungen.

Das Lernen funktioniert rascher, reibungsloser. Das Sitzen wird angenehmer. Ganz nebenbei beuge ich so auf natürliche Weise Phänomenen wie Sehnenscheidenentzündung oder Rückenschmerzen vor.“

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von Dagmar ThürnagelDagmar Thürnagel

„Bei Ihrem Rücken kann man leider nichts machen!“

„Eine 65-jährige Frau kam zur Alexander-Technik mit massiven Kreuzschmerzen und Problemen beim Gehen bis hin zum Versagen der Beine. Von Ärzten und Physiotherapeuten war sie als austherapiert entlassen worden. Ausgerechnet am Beginn ihres Ruhestands!

Das Erlernen der Alexander-Prinzipien ermöglichte ihr, sich relativ bald nicht nur schmerzfrei sondern auch leichter zu bewegen. Den neuen Zugriff auf ihren Selbstgebrauch integrierte sie konsequent ins Leben: sämtliche im Alltag anfallenden Arbeiten konnte sie wieder selbst ausführen, sogar das Heben und Tragen von Lasten. Das war eineinhalb Jahre zuvor undenkbar gewesen. Heute empfiehlt sie die Alexander-Technik allen – ob jung oder alt, sportlich oder unsportlich - die willens sind, zusammen mit einem Lehrer die eigenen Möglichkeiten neu zu entdecken und ist selbst immer wieder erstaunt, wie weit diese Arbeit reicht.“

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von Maleen SchultkaMaleen Schultka

„Ich dachte, ich tue das Richtige für meine Gesundheit.“

„Als ehemalige Leistungssportlerin und Mutter zweier kleiner Kinder fühlte ich mich gesund und belastbar. Bis chronische Schulterschmerzen gefolgt von Lähmungen im linken Arm auftraten.

Diagnose: zwei schwere Bandscheibenvorfälle in der Halswirbelsäule. Erschüttert , wie das passieren konnte und ich nun meinem Gefühl "ich bin fit und gesund" offensichtlich nicht mehr trauen konnte, suchte ich nach etwas, das mir Gesundheit, Vertrauen, die Möglichkeit mir selbst zu helfen und vor allem die Unabhängigkeit von anderen wieder geben würde. In persönlicher wie beruflicher Hinsicht fand ich in der Alexander-Technik das, was ich suchte und brauchte. Die Bandscheibenvorfälle machen mir keinerlei Schwierigkeiten mehr.“

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von Dr. Pia Quaet-FaslemDr. Pia Quaet-Faslem

„Mama Arm!"

„Als mein Sohn nicht ganz 1 Jahre alt war, gab es eine Phase, in der er ständig hochgehoben und herumgetragen werden wollte. Sein Entdeckerdrang war größer als seine Möglichkeiten, selbst nach oben zu gelangen

Mir taten schon bald die Arme und Handgelenke weh, und ich war ziemlich gestresst – ständig unterbrach ich meine eigenen Tätigkeiten und hatte das Gefühl, gar nichts mehr zu Ende bringen zu können.

Als Alexander-Technik Lehrerin in Ausbildung forschte ich an diesem Thema. Ich bemerkte, dass meine gewohnte Art, meinen Sohn hochzuheben, nicht die leichteste und effizienteste war. Und, dass ich häufig das Gefühl hatte, gar keine Wahl zu haben, und daher der Akt des Hochhebens mit einem Übermaß an Spannung verbunden war. Das wollte ich wirklich ändern.

Mit der Zeit wurde jeder Ausruf „Mama, Arm“ für mich zur Erinnerung, mir selbst Klarheit und Ausrichtung, meinen Armen Länge und meinen Handgelenken Freiheit zu gestatten. Durch Innehalten konnte ich in jeder Situation wieder neu entscheiden, was ich jetzt als angemessen empfand – Hochheben, Nicht hochheben, oder etwas ganz anderes machen ….mir fielen auf einmal viel mehr Handlungsmöglichkeiten ein.

Die ganze Situation wurde dadurch verändert – sie wurde fröhlicher und klarer. Und die Schmerzen in Armen und Handgelenken verschwanden ziemlich schnell wieder.“

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von Maleen SchultkaMaleen Schultka

„Statt Schulterschmerzen immer einen Tanzpartner“

„Tanzfreudige und sportliche Kosmetikerin kann den rechten Arm noch bis zu 30 Grad heben, als sie mit Alexander-Technik beginnt. Nach den ersten drei Unterrichtsstunden sind die sonst dauernden Schmerzen nur noch bei bestimmten Belastungen zu spüren.

Sie setzt den Unterricht fort und bemerkt, dass das wöchentliche Salsa-Tanzen leichter und geschmeidiger – fast wie von selbst – geht. Einen Mangel an Tanzpartnern oder Schulterbeschwerden hat sie seitdem nicht mehr.“

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von Dagmar ThürnagelDagmar Thürnagel

Yoga

„Ich selbst profitiere von der Alexander-Technik immens während meiner Yoga-Stunden. Der Westen trifft den Osten und bildet für mich dabei ein unschlagbares Team.

Bei herausfordernden Haltungen bewährt es sich immer wieder, diese nicht direkt über Aufwand und Tun anzustreben. Die Prinzipien der Alexander-Technik anwendend, kann ich aus dem Weg gehen, so dass sie eher von selbst passieren können. Das durch die Methode verkörperte anatomische Wissen und die verfeinerte kinästhetische Wahrnehmung sind von großem Vorteil für das tatsächlich korrekte Ausführen einer Haltung – auch an den persönlichen Grenzen. Es erleichtert die Praxis, beschleunigt den Erfolg, erhöht die Freude und öffnet die spirituelle Ebene müheloser, wenn wir die Yoga-Praxis nicht auf alte ungünstige Gewohnheiten „aufpropfen“. Die Alexander-Technik ist hierfür ein kostbarer Beitrag.“

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von Maleen SchultkaMaleen Schultka

„Reiten lernen – sitzen können“

„Auf jedem Pferd ein frei und unabhängig sitzender Reiter! Ein zufriedenes und losgelassenes Tier! Das waren meine Wünsche, wenn ich Reiten unterrichtete. Doch wie erklären, wie erleben lassen? Ein Artikel im „St. Georg“ über Alexander-Technik im Bundesleistungszentrum lieferte mir endlich den Schlüssel.

Dazu eine meiner Reiterschülerinnen: "Als ich auf die unnötige Anspannung im unteren Rücken aufmerksam gemacht wurde, so dass ich sie loslassen konnte, war das Aussitzen im Trab ein Genuß – und meine Stute war wie verwandelt."

Und das bereits in der ersten alexandrischen Reitstunde. Und ich kann endlich so unterrichten, dass es für alle Beteiligten ein genussvolles Ereignis ist.“

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von Jana DobrickJana Dobrick

Auftritte, Vorträge, Präsentationen

 „Die Alexander-Technik unterstützt mich ganz wesentlich bei Präsentationen, Vorträgen sowie bei musikalischen/kabarettistischen Auftritten: Mich sicher zu fühlen in meinem vorbereiteten Konzept, mir aber zugleich die Freiheit zu erlauben, davon abzuweichen und spontan, lebendig und angemessen auf überraschende Erfordernisse des Augenblicks zu reagieren, ohne dabei den roten Faden zu verlieren –– seitdem ich die Alexander-Prinzipien anwende, fällt mir das viel leichter!“

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von Gudrun Friederike LehnGudrun Friederike Lehn

Berufs- & Lebenskontexte

„Mich hat an meiner Arbeit immer fasziniert, aus wie unterschiedlichen beruflichen und Lebenskontexten Menschen kommen, die sich für die Alexander-Technik interessieren. Das hat mich auch in unterschiedlichste Unterrichtsumgebungen geführt: Ich habe in Kirchen mit Pfarrern und Priestern gearbeitet, mit Golfern auf dem Platz und am Wasserhindernis, mit Managerinnen in ihrer Arbeitsumgebung, mit Turniertänzern in der Garderobe vor dem Auftritt, mit Dirigenten während sie mit ihrem Orchester probten, mit einem Zahnarzt auf seinem Stuhl in seiner Praxis...

Die tiefere Ebene dieser Faszination liegt unter den verschiedenen Aktivitäten und staunt einfach über verschiedenste Menschen mit ihrem jeweils ganz unterschiedlichen Wesen. Als "Grundausstattung" haben wir alle eine Wirbelsäule und einen Kopf. Die Gründe, warum es für uns alle so eine "Heraus-Forderung" aus Gewohnheiten bedeutet, uns in Ruhe zu lassen, sind wesensbedingt und biographiegeprägt sehr unterschiedlich. Dieser Unterschiedlichkeit wird die Alexander-Technik gerecht, indem es um das Nicht-Tun hinderlicher Gewohnheiten geht. Dadurch entsteht ein individueller Weg des VERlernens. Koordinaton und eine konstruktive Beziehung zu sich selbst enstehen duch spezifisches Nicht-Tun, nicht durch ein Mehr-Tun im Sinne von Tainieren einer "richtigen", für alle Individuen und Lebenssituationen gleichen und dadurch abstrakt-idealen "Haltung". Und das gilt sowohl  für die ganz konkrete physische Haltung wie auch für die Haltung dem eigenen Leben gegenüber.“

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von Jana DobrickJana Dobrick

Begegnung mit Menschen

„In Begegnungen mit Menschen gelingt es mir immer häufiger, mehr „bei mir“ zu bleiben. Ich bin für die Bedürfnisse des Gegenübers prinzipiell sehr feinfühlig, und meine Gewohnheit war, den anderen automatisch erstmal wichtiger zu nehmen als mich.

Mit Hilfe der Alexander-Technik habe ich gelernt, dies

1. überhaupt wahrzunehmen und dann
2. aktiv zu entscheiden, wem ich im jeweiligen Augenblick wie viel meiner Aufmerksamkeit widmen und wessen Bedürfnisse ich wie wichtig nehmen möchte.

Die Entdeckung dieser „Wahlmöglichkeit“ hat die Qualität meiner Begegnungen stark verändert – sie sind bunter, lebendiger, spannender und erfüllender geworden.“

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von Andreas DirscherlAndreas Dirscherl

Persönliche Kontexte

„Unterstützung ist mir die Alexander-Technik bei meiner Sprechertätigkeit im Rundfunk, beim kreativen Designen von Websites, bei der Garten- und Hausarbeit und beim Fahrrad-, Motorrad- und Auto fahren. Nicht zuletzt nutze ich sie in der Beziehung zu meiner Partnerin und bei der Erziehung meines Sohnes.

Gerade letzteres fasziniert und begeistert mich bis heute: Dass sich über den Körper und die Körperkoordination Stimmung und Gefühle positiv beeinflussen und verändern lassen - mehr Freiheit und Unabhängigkeit also in meinem Fühlen, Denken und Verhalten!“

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von Dr. Pia Quaet-FaslemDr. Pia Quaet-Faslem

Lebensqualität

„Wie wirkt die Alexander-Technik bei mir persönlich?

Ich glaube, dass ich in meiner Arbeit effizienter geworden bin, und Prioritäten besser setzen kann – aber wer will das schon objektiv messen?

Was ich aber sicher an mir bemerkt habe ist, dass ich sehr viel mehr Freude habe, dass ich mutiger geworden bin, Neues auszuprobieren und dass mein Blick für das Leben sich geweitet hat.“

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von Maleen SchultkaMaleen Schultka

„Wieder laufen wie mit 30“

„Einige Zeit nach der Diagnose „Beidseitige Hüftgelenksarthrose“ nimmt eine 70- jährige sportliche Frau Alexander-Technik-Unterricht. Bevor sie zum Arzt ging, hatte sie hin und wieder beim Tennis ein Ziehen in einem Oberschenkel. Nach der Diagnosestellung mit der Prognose in 4 Wochen an Krücken zu gehen, humpelte sie nur noch und hatte beständige Schmerzen in beiden Beinen.

Im Laufe des Unterrichts stellte sich heraus, dass die Schmerzen zwar eine reale Ursache hatten: "brettharte" Bewegungsmuskulatur insbesondere im Übergang zwischen Beinen und Rumpf. Aber eine beidseitige Arthrose liegt - auch laut Röntgenbild - nicht vor. Die Prognose, bald nicht mehr laufen zu können bzw. künstliche Gelenke zu benötigen hatten eine solche gedankliche Panik und Angst zur Folge, dass Geist und somit auch die Muskulatur  ständig in "Alarmbereitschaft" waren. Inzwischen fährt sie ohne Angst Fahrrad, geht wandern und die angstvollen Gedanken, bald nicht mehr laufen zu können werden seltener. Und wenn sie auftauchen, hat sie nun mit der Alexander-Technik ein Werkzeug, um diese zu stoppen.“

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von Dr. Pia Quaet-FaslemDr. Pia Quaet-Faslem

Persönlich & Weltweit

“The hallmarks of the Alexander-Technique are creativity, spontaneity and adaptability to change.” A.R. Alexander (Bruder von F.M. Alexander)

Es begeistert mich, dass die Alexander-Technik für -  aus meiner Sicht - alle Lebensbereiche anwendbar ist. Sie unterscheidet nicht zwischen vermeintlich interessanten und trivialen Tätigkeiten. Jederzeit und überall kann ich die Qualität meines Handels beeinflussen – egal  ob ich einen Vortrag halte, mit meinem Sohn spiele, Rad fahre, einen Artikel schreibe oder eine Karotte schäle.

Alexander-Technik Lehrer weltweit geben Workshops zu Themen wie z.B. Tanzen, Arbeiten am Computer, Schwimmen, Rad fahren, Ski fahren, Rückwärts einparken, Vorträge halten, Gehen mit High Heels, Singen, Golf spielen…. Überall nutzen sie die gleichen Prinzipien und wenden sie kreativ auf den jeweiligen Bereich an.

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von Andreas DirscherlAndreas Dirscherl

Per Pedes und auf dem Motorrad

„Ganz konkret spüre ich die Wirksamkeit der Alexander-Technik bei allem, was mit Bewegung und Balance zu tun hat - bei mir speziell Schlendern und Spazieren, Radfahren sowie beim Motorrad fahren.

Und im Winter habe ich durch die A.T. deutlich mehr Sicherheit beim Gehen und Radfahren auf Schnee und Glatteis!“

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